Kurz vor der Sommerpause habe ich zusammen mit dem Brandenburger Landesvorsitzenden Benjamin Raschke noch eine Fahrradtour durch den Spreewald gemacht. Gemeinsam mit weiteren Grünen und Nicht-Grünen wollten wir uns Wirtschafts- und Tourismuskonzepte der Region anschauen. Los ging's mit einer Besichtigung von Tropical Island, einer zum Großbadestrand umfunktionierten riesigen Halle, die ursprünglich zum Zeppelinbauen errichtet wurde. Wirklich energieeffizient ist das nicht, aber mittlerweile hat es ganz ordentliche Besucherzahlen aufzuweisen. Weiter ging's zu einem komplett anderen Konzept: eine Teststrecke für MotorradfahrerInnen mitten in der Landschaft; laut Betreiber verkehrsgünstig nah am Flughafen gelegen. Naja. In Schönewalde besuchten wir handwerkliche Betriebe und den Mühlenverein, der mit dem Wiederaufbau einer alten Mühle BesucherInnen anziehen will. Zum Spreewald gehören natürlich auch Kahnfahrten auf den Fließen. Mit einer solchen Tour in Schlepzig und einer Diskussion um Naturschutz und Forstwirtschaft beendeten wir den ersten Tag.
Am zweiten Tag beschäftigten wir uns mit den Tourismuskonzepten der Städte Lübben und Lübbenau, Verkehrsproblemen und nachhaltigem Tourismus. Unter anderem besuchten wir die aquamediale in Lübben - wieder per Kahn- und eine Senfmanufaktur in Lübbenau. Tag 3 war alternativen Tourismuskonzepten im Spreewald gewidmet, wie es die "Spreescouts" versuchen, zu praktizieren. Wir informierten uns über die Anliegen der SorbInnen und WendInnen und über die zunehmende Verockerung der Spree (Eisenschlamm, der als Altlast der Tagebaue mit der Spree flussabwärts wandert), die das Leben im Fluss zerstört. Dann war die Tour auch schon vorbei und jetzt gilt es, das Gelernte in die politische Tat umzusetzen. Gerade was Umweltschutz an der Spree betrifft, liegt einiges im Argen und das kann sich schnell auch negativ auf den Tourismus auswirken.