Ska spricht zu "Investor-state dispute resolution: Will the EU-US trade deal encourage attacks on the public interest?"

Zur Diskussion der Zivilgesellschaft mit Europaabgeordneten sowie VertreterInnen von Rat und Kommiss...

Ska ist Mentorin im Mentoringprogramm des grünen LV Brandenburg

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Ska zu Besuch in der Ernst-Adolf-Eschke-Schule in Berlin

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Das Europaparlament stimmt für ein gerechteres Weltwirtschaftssystem

In der aktuellen Plenarwoche des Europaparlaments in Straßburg wurde mein Bericht zu Politikkohärenz im Interesse der Entwicklung angenommen. In einigen Punkten konnten sich die Grünen/Efa mit einer hauchdünnen Mehrheit durchsetzen. Der gesamte Bericht wurde gegen die Stimmen der Konservativen angenommen.

Nach einer knappen Abstimmung im Parlament spricht sich der Bericht gegen die Stimmen der Konservativen dafür aus, rechtlich bindende soziale und ökologische Standards in Handelsabkommen zu verankern, einen sofortigen Stopp der Exportsubventionen für Milch zu veranlassen und eine systematische Risikofolgenabschätzung des Klimawandels in allen Entwicklungsprogrammen zu verankern.

Der Bericht spricht sich dafür aus, dass der Zugang zu Medikamenten für Entwicklungsländer vereinfacht werden muss und die aktuellen Verhandlungen zum Anti-Produktpiraterie Handelsabkommen (ACTA) diesem Ziel nicht entgegen laufen dürfen. Außerdem wird eine Überprüfung des externen Mandats der Europäischen Investitionsbank gefordert, um eine stärkere Armutsorientierung in ihren Tätigkeiten zu erreichen.

Um die Kohärenz im Europaparlament selbst sicher zu stellen, hat das Plenum beschlossen, eine ständige Berichterstatterin bzw. einen Berichterstatter einzusetzen, sowie alle zwei Jahre einen Bericht zu verfassen, der sich mit Widersprüchlichkeiten in der EU Politik befasst. (Video dazu unten in Text, leider nur in QuickTime-Format)

Leider brachte der Ausschuss den von den Grünen vorgeschlagenen Beschwerdemechanismus zu Fall, der endlich dem abstrakten Konzept Hand und Fuß gegeben hätte. Außerdem stimmten die Konservativen und die Sozialdemokraten bei einer der widersprüchlichsten Politiken - der Fischereipolitik - dagegen, dass europäische Fischerinnen und Fischer nur dann in afrikanischen Gewässern fischen dürfen, wenn bewiesen ist, dass genug Fisch zur Verfügung steht. Die grüne Forderung nach einem internationalen Schuldenschiedsgericht wurde nicht angenommen. Auf Antrag der EPP wurde im Plenum herausgestimmt, dass die Agrarexportsubventionen der Union verheerende Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit und den Aufbau eines lebensfähigen Agrarsektors in den Entwicklungsländern haben. Alles in allem ist die Annahme des Berichts ein großer Schritt auf dem Weg zu mehr Politikkohärenz und somit zu einem gerechteren Weltwirtschaftssystem.  

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